
Bio-Lebensmittel:
Sich gut ernähren und nachhaltige Landwirtschaft unterstützen
Sich richtig zu ernähren bedeutet auch, möglichst hochwertige Produkte zu kaufen. Wenn Produkte lokal gekauft werden, kann man ihre Herkunft und die geltenden Anbaustandards besser nachvollziehen. Die Unterstützung lokaler Landwirte trägt dazu bei, die Anzahl der Zwischenhändler im Lebensmittelvertrieb zu reduzieren. Die Wahl lokaler Produkte reduziert auch den Transport- und Verarbeitungsaufwand und ermöglicht den Landwirten höhere Einnahmen, was wiederum zu einer besseren Lebensmittelqualität und -produktion beiträgt.
Der Anbau von Bio-Obst und -Gemüse ist anspruchsvoller als die konventionelle Landwirtschaft, aber sowohl für den Verbraucher als auch für den Landwirt gesünder.
Die Kontamination von Feldern erhöht aus vielen Gründen die Kohlenstoffemissionen. (Wir messen Kohlenstoff nicht nur als CO₂ in der Atmosphäre, sondern berücksichtigen auch die Kontamination des Bodens, den Verlust der biologischen Vielfalt und andere ökologische Faktoren.)
Manche Menschen glauben, dass Bio-Lebensmittel „immer Pestizide enthalten“ oder „zu teuer“ sind.
Es stimmt zwar, dass in der biologischen Landwirtschaft in seltenen Fällen geringe Mengen zugelassener Pestizide verwendet werden dürfen, diese unterliegen jedoch strengen Vorschriften und sind auf wenige Produkte beschränkt. Die Qualität von Bio-Lebensmitteln ist mit nicht-biologischen Alternativen keineswegs vergleichbar.
Der Kauf von Bio-Lebensmitteln trägt direkt zur Nachhaltigkeit und zu gesunden Anbaumethoden bei. Jeder Kauf ist eine Investition in nachhaltige Landwirtschaft.
Der Preis für Bio-Lebensmittel ist in den letzten Jahren aufgrund der gestiegenen Produktion deutlich gesunken. In den letzten zehn Jahren hat sich das Angebot an Bio-Produkten vergrößert, und heute sind die Preise oft fast gleich hoch wie die für konventionelle Produkte – wodurch der Qualitätsunterschied noch bedeutender wird.
„The Soil Association“ ist ein Beispiel für eine Wohltätigkeitsorganisation und Nichtregierungsorganisation, die mit dem Ziel gegründet wurde, ein Bio-Zertifizierungslabel für Lebensmittelprodukte anzubieten.
Unterstützung durch die Soil Association für ökologischen Landbau
Die Soil Association unterstützt Personen, die sich für den ökologischen Landbau interessieren, indem sie Richtlinien und Spezifikationen bereitstellt, insbesondere hinsichtlich des Einsatzes von Pestiziden. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass der Boden über einen bestimmten Zeitraum (in der Regel etwa fünf Jahre) nicht mit Pestiziden behandelt worden sein darf. Darüber hinaus müssen ökologisch bewirtschaftete Felder einen bestimmten Abstand zu konventionellen Feldern haben, auf denen Pestizide eingesetzt werden.
Die Produkte werden regelmäßig auf ihren Pestizidgehalt geprüft. Wenn Pestizidrückstände die festgelegten Grenzwerte überschreiten – oder einfach nur nachgewiesen werden –, können die Produkte von der Bio-Zertifizierung ausgeschlossen werden.
Die offizielle Website der Soil Association bietet hilfreiche Tipps zum Thema Nachhaltigkeit, darunter Leitlinien zum Schutz der Artenvielfalt und zur Förderung des ökologischen Gleichgewichts.
Bio-Lebensmittel-Lieferservices in Großbritannien
Mehrere in Großbritannien ansässige Unternehmen bieten die Lieferung von Bio-Lebensmitteln oder Bio-Produkten an. Eine Liste empfohlener
Unternehmen finden Sie auf der Website von Ethical Consumer:
👉 https://www.ethicalconsumer.org/food-drink
Zwei der bekanntesten Unternehmen, die Bio-Lebensmittel liefern, sind:
„RiverFord“:
„Abel und Cole“:

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